Der Bariton Gregor Otto Papadopoulos wurde
am 13.April 1973 als Sohn einer deutschen Mutter und eines griechischen
Vaters in München geboren. Seit früher Kindheit war es ihm bewußt,
daß er Sänger werden würde. Schon als Kind sang er in Kirchenchören
und auch solistisch. In seiner Jugend bekam er früh Klavier- und Gesangsunterricht
sowie theoretische musikalische Unterweisung. Er studierte dann ab 1993
Operngesang am Richard-Strauss Konservatorium, der Fachakademie für
Musik in München und absolvierte dort 1999 sein Examen im Fach Bühnengesang.
Ausgebildet wurde der Sänger von Nikolaus Hillebrand, Hartmut Elbert
und Dietrich Schneider. Daneben führten ihn weitere musikalische Studien
unter anderem zu Greville Rothon, einem Schüler und Vertrauten des
großen chilenischen Pianisten Claudio Arrau. Diese wichtige Begegnung
machte ihn mit der Lehre der Musikphänomenologie vertraut, prägte
so sein gesamtes weiteres Musikverständniss und entwickelte es weiter.
Obwohl sich Gregor Otto Papadopoulos, auf kein Fach festlegen möchte,
gehört die besondere Leidenschaft des Baritons eindeutig der Epoche
des Belcanto des 18. Jahrhunderts (Donizetti, Bellini, Verdi) sowie der
Barockmusik von Komponisten wie Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian
Bach, da Komponisten dieses Zeitalters eine besondere Liebe und Wissen zur
Gesangsstimme pflegten.
Schon während des Studiums unternahm der Sänger Tourneen nach
Italien, Spanien und Österreich. Sein Bühnendebüt gab der
Bariton am 6.Dezember 1998 im Rahmen einer Opernschulproduktion im Carl-Orff-Saal
des Münchner Gasteig in Friedrich Heubergers Operette "Der Opernball",
wo er die Rolle des alternden Schwerenöters Monsieur Boubison vortrefflich
verkörperte. Unter der musikalischen Leitung von Herbert Morasch und
der Inszenierung von Wolf Busse kamen sein komödiantisches Talent sowie
seine schauspielerischen Fähigkeiten zum Vorschein.
Er wirkte außerdem in zahlreichen Produktionen und Aufführungen
mit ( Die Zauberflöte, La clemenza di Tito, Don Giovanni), konzertant
"Die verkaufte Braut" in tschechischer Sprache und "Der Messias".
In den letzten Jahren trat er auch häuffig als Konzertsänger in
zahlreichen Messen, Konzerten und Liederabenden unter verschiedenen Dirigenten
und Pianisten auf. Im März 2004 war der Bariton im kleinen Konzertsaal
des Münchner Gasteig zu hören, wo er mit Erfolg Robert Schumanns
"Dichterliebe"op. 48. interpretierte.
Die Bandbreite seines Repertoires erstreckt sich vom Kantatenwerk Johann
Sebastian Bachs zum Oratorienrepertoire über das Kunstlied, dem Repertoire
des Belcanto bis hin zu Werken zeitgenössischer Komponisten. Auch Lieder
griechischer Komponisten wie etwa von Mikis Theodorakis singt er
leidenschaftlich gerne .
Zusätzlich zu seiner sängerischen Laufbahn ist Gregor Otto Papadopoulos seit 2008 als
Lehrbeauftragter und Dozent für Stimmbildung in München tätig.
Die Stimme von Gregor Otto Papadopoulos zeichnet sich aus, durch die Verbindung
von Stimmschönheit mit musikalischer Ausdruckskraft.
Um der Musik sowie dem Beruf des Musikers in all seiner Anforderung gerecht
zu werden ist ein ständiger geistiger, musikalischer sowie menschlicher
Lern -und Entwicklungsprozeß erforderlich. Das ist Gregor Otto Papadopoulos,
einem gewissenhaften Musiker bewußt, und allein deshalb macht er keine
Zugeständnisse an den modernen, schnelllebigen und immer mehr auf das
Massenpublikum abzielenden kommerziellen Musikbetrieb. Die bezeichnenden
Worte," Lassen Sie sich nie verheizen!", welche die berühmte
österreichische Sopranistin Leonie Rysanek ihm einst auf den Weg gab,
nimmt er sehr ernst.
"Meineserachtens hat der Vortrag eines nachschöpferisch
arbeitenden Menschen nur dann erfüllten Sinn, wenn sich der Musiker
als Mittler zwischen Werk und Publikum begreift sowie die Fähigkeit
besitzt, die Musik in ihrer reinsten Form entstehen zu lassen, also den
geistigen und emotionalen Gehalt der Musik freisetzt und somit Herz, Geist
und Seele der Menschen anzusprechen und zu berühren in der Lage ist..."